Ein zunehmend dringliches Anliegen für Unternehmen ist der Zugang zu Normungsinhalten für die Nutzung mit eigenen KI-Anwendungen. Die aktuellen Lizenzmodelle von Normungsinstitutionen stellen dabei eine Hürde dar, da sie häufig keine maschinenlesbare Verarbeitung oder das Training von Large Language Models (LLMs) erlauben. Dies erschwert insbesondere für KMUs die effiziente Umsetzung von Compliance-Anforderungen wie sie der EU AI Act vorsieht. Der ANP-Hub hat eine Arbeitsgruppe "Normenzugang im KI-Zeitalter" initiiert, die aktuelle Lizenzmodelle evaluiert und alternative Ansätze entwickelt. Eine erste Umfrage wäre empfehlenswert, um zu zeigen, ob ANP Mitglieder Interesse an KI-gestützten Compliance-Tools haben, jedoch durch rechtliche Beschränkungen gehindert werden.
✅ Ziel & Nutzen: Macht die Auswirkungen europäischer Plattformregulierung (Digital Markets Act) für KMU greifbar. Wichtig für Normungsdialoge zur Fairness & Marktzugang.
Was der Digital Markets Act (DMA) konkret bedeutet
Die EU hat Apple (500 Mio. €) und Meta (200 Mio. €) wegen DMA-Verstößen sanktioniert. Es ging u. a. darum, dass Entwickler keine externen Angebote bewerben durften oder Nutzer zu personalisierter Werbung „gezwungen“ wurden.Normenrelevanter Lerneffekt:Empfehlung: Analyse der DMA-Vorgaben im Kontext der AI-Governance ergänzen (ggf. über Verweis auf AI Act Art. 10 – Daten- & Interaktionskontrolle)🧩 Quelle: IAPP Daily Dashboard, April 2025
- Transparenzpflichten für digitale Gatekeeper werden durchgesetzt
- Bedeutung für KI-Systeme mit Plattformintegration (z. B. App Stores, Voice Assistants)
- Verdeutlicht: Auch für nicht-hochriskante Systeme können indirekt Compliance-Anforderungen entstehen