| deutscher Projekttitel | WM 4.0 |
| englischer Projekttitel | KM 4.0 |
| Name | Dr. Maik H. Wagner |
| Organisation | Institut für Wissensökonomie UG |
| Adresse | Alter Mühlenweg 47-49, 44139 Dortmund |
| E-Mail (optional) | |
| Telefon (optional) | |
| Website (falls vorhanden) |
Bitte geben Sie an dieser Stelle Ihre potenziellen Projektpartner*innen an.
Gesellschaft für Wissensmanagement e.V.
Univ.- Prof. Dr. Peter Pawlowsky
Chemnitz University of Technology
Faculty of Economics & Business Administration
Institute for Personnel Management and Leadership Studies
Dr.-Ing. Ronald Orth
Abteilungsleiter Business Excellence Methoden
Bereich Unternehmensmanagement
Fraunhofer-Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik IPK
Dr. Manfred Bornemann
Vizepräsident Gesellschaft für Wissensmanagement e.V.
Vorstand BVWB – Methoden und Qualität
Intangible Assets Consulting GmbH
Dr.-Ing. Kay Alwert
Finanzvorstand Bundesverband Wissensbilanzierung
alwert GmbH & Co. KG
Stellen Sie bitte den Bedarf dar: Welche Situation liegt aktuell wie vor?
Die Transformation der Industrie- in eine Wissensgesellschaft wird durch die Digitalisierung nochmals beschleunigt. Der zunehmende globale Wettbewerb, aber auch gesteigerte Kunden - und Stakeholder-Anforderungen üben auf Unternehmen Druck aus, Innovationszyklen zu erhöhen und sich dynamisch an das Marktumfeld anzupassen. Innerhalb der Organisationen sorgen die demographischen Veränderungen in der Belegschaft, neue Kompetenzanforderungen und veränderte Ansprüche an die Arbeitskultur dafür, dass klassische Arbeitsformen umgestellt werden müssen.
Diese externen wie internen Druckfaktoren zwingen Unternehmen dazu, Wissen als wirtschaftliche Kernressource anzuerkennen, insbesondere dann, wenn sie sich durch Qualität und nicht über den Preis am Markt behaupten müssen.
Diese Bedeutung des Faktors Wissen für Unternehmen ist in der Wirtschaft, in der Politik und der Wissenschaft weitgehend unstrittig (DIW Studie).
Weshalb sind diese Lösungen nicht hinreichend genug?
Leider hinkt das betriebliche Handeln noch der Einsicht über die wirtschaftliche Bedeutung von Wissen hinterher. Diese Lücke zwischen Einsicht und betrieblicher Realität hat mehrere Gründe:
Welche Lösungen existieren derzeit für welche Marktteilnehmer*innen?
Der Angebotsmarkt für WM-Lösungen ist fragmentiert. Die Anbieter*innen bieten in der Mehrzahl Lösungen an, die IT basiert sind und damit im wesentlichen Daten und Informationen verarbeiten. Auf diesem Handlungsfeld sind die großen Beratungshäuser wie IBM, Accenture oder McKinsey angesiedelt. Die Lösungen reichen dabei vom einfachen Firmen-Wiki, über Ordnungssysteme (Taxonomien) und Collaboration-Plattformen bis hin zu Big Data - bzw. KI-Lösungen.
Daneben gibt es Anbieter, die sich auf den Faktor Mensch spezialisiert haben. Dort reicht das Angebot von der Sicherung von Erfahrungswissen über Teamentwicklung für Wissensarbeiter und der Schulung von Digital Leaders.
Zudem gibt es Ansätze, Wissen von der organisationalen Seite zu betrachten und Wissen als intellektuelles Kapital des Unternehmens sichtbar zu machen.
Charakteristisch für alle drei Ansätze ist es, dass sie die jeweils anderen Handlungsfelder vernachlässigen. Die Felder Technologie, Mensch und Organisation werden praktisch nie gemeinsam adressiert.
Insgesamt bleibt festzuhalten, dass die Potenziale eines disziplinenübergreifenden Wissensmanagement, das sowohl menschliche, organisatorische als auch technologische Aspekte hinreichend berücksichtigt, in der Praxis noch wenig zu finden ist. Doch erst mit der Kombination und Synchronisation der drei Teilbereiche können die Potenziale des Wertschöpfungsfaktors Wissen voll erschlossen werden.
Welche Bedarfe liegen bei welchen Marktteilnehmern*innen vor?
Deutsche Unternehmen sind durch die oben beschriebenen Druckfaktoren auf die systematische Nutzung von Wissen angewiesen, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Dabei lassen sich unterschiedliche Herausforderungen und Handlungsfelder identifizieren:
Darüber hinaus stehen deutsche KMU vor weiteren Herausforderungen:
Was ist der Stand der Technik?
Der Stand der Technik zum Thema Wissensmanagement ist in der ISO 30401: 2018 repräsentiert. In diesem Managementsystemstandard des Typs A wurden die gegenwärtig international führenden Wissensmanagement-Ansätze und -Modelle verarbeitet. Der Stand der Wissenschaft insbesondere im deutschen Kontext wurde in 2019 von Prof. Peter Pawlowsky, einem der führenden Wissenschaftler zum Thema, aufgearbeitet [siehe Literaturliste]. Mit Blick auf die speziellen Bedarfe von deutschen KMU entwickelt das Fraunhofer Institut IPK seit Jahren sein Modell des „prozessorientierten Wissensmanagement für KMU“ weiter [siehe Literaturliste].
Welche themenverwandten Standards, technische Regeln, Normenausschüsse, Gremien, Foren und Konsortien sind Ihnen bekannt bzw. existieren bereits?
Verwandte Standards (bestehend)
Verwandte Standards (in Entwicklung/Überarbeitung)
Ausschüsse/Gremien
Foren/Konsortien
Handelt es sich um eine Anschubförderung?
Nein.
Bitte beschreiben Sie an dieser Stelle den Nutzen der von Ihnen eingereichten Idee. Welches Ziel verfolgen Sie? Welchen Nutzen generiert Ihre Innovation für welche Zielgruppen? Beschreiben Sie bitte den Innovationsgrad Ihrer Projektidee gegenüber dem Stand der Technik. Beschreiben Sie hier bitte das Projekt anhand der angegebenen Kriterien .
Projektziel
Das Projekt entwickelt Instrumente und Verfahren für kleine und mittlere Unternehmen, damit diese Herausforderungen der wissensbasierten Wirtschaft wie Innovationsdruck, Digitalisierung und Agilität besser meistern können. Dazu werden Wissensmanagement-Lösungen nach dem Stand der Technik konzipiert, die speziell auf die Bedarfe von KMU zugeschnitten sind. Die Lösungen werden den Unternehmen in Form von Guidelines in eine DIN SPEC PAS zur Verfügung gestellt.
Die WM-Lösungen werden erstens aus den (generischen) Anforderungen der neuen ISO 30401:2018 Knowledge Management Systems – Requirements abgeleitet und zweitens mit Hilfe von KMU-erprobten WM-Modellen an die spezifische Situation von KMU angepasst. Die erzeugten Lösungen werden im Projekt drittens kontinuierlich mit KMU-Vertreter*innen rückgespiegelt, um sicherzustellen, dass die Guidelines der DIN SPEC PAS an die konkreten und aktuellen Bedarfe der Unternehmen ausgerichtet sind. Es wird nicht angestrebt, alle Anforderungen der ISO 30401 komplett für KMU aufzubereiten. Vielmehr werden Kernanforderungen ausgewählt, damit KMU Wissen systematisch managen können, ohne alle Anforderungen eines ISO-Managementsystems des Typs A umsetzen zu müssen. Die DIN SPEC PAS schafft für KMU aber die Möglichkeit, perspektivisch ein voll entfaltetes ISO-Managementsystem für Wissen einzuführen.
In der deutschen Wissensmanagement-Landschaft haben sich unterschiedliche Modelle etabliert. Zu nennen sind unter anderem das Münchner Modell [vgl. Lit] und die sogenannte Wissenstreppe (vgl. North et al.).
Mit Blick auf den Scope des zu entwickelnden Standards sind jedoch zwei Modelle besonders hervorzuheben. Diese fassen Wissen als wirtschaftliches Asset auf, das in den Kernprozessen der Organisation identifiziert und gemanagt wird. In der Entwicklung dieser Modelle wurde in den vergangenen Jahren Forschung mit betrieblicher Erprobung verbunden. Das Referenzmodell für Wissensmanagement vom Fraunhofer IPK und die Wissensbilanz „Made in Germany“ haben sich seit über zehn Jahren national und international bewährt, insbesondere auch bei kleineren und mittleren Unternehmen.
Die Logiken beider Modelle sind in die Definition der Anforderungen der ISO 30401 eingeflossen. Daher bieten sich diese Modelle an, wichtige Anforderungen der ISO 30401 für deutsche KMUs aufzuschließen. Dadurch kann sichergestellt werden, dass die angestrebte DIN SPEC PAS
Worin liegt das Optimierungspotential?
KMU werden in die Lage versetzt, neue betriebliche Abläufe und Arbeitsformen niederschwellig einzuführen, um die Potentiale und Chancen der erfolgskritischen Ressource Wissen besser als bisher auszuschöpfen.
Die Innovativität der entwickelten WM-Lösungen und damit der Guidelines der DIN SPEC PAS kann auf zwei Ebenen unterschieden werden.
Wer profitiert von der Innovation und dem Standard?
Der Nutzen der innovativen WM-Lösungen der DIN SPEC PAS ist erheblich und kann nach unterschiedlichen Aspekten aufgefächert werden.
Nutzen (allgemein):
Nutzen (wirtschaftlich):
Nutzen für Zielgruppen:
Wie werden die Ergebnisse nach Projektabschluss verwertet?
Skizzieren Sie bitte die europäische/internationale Bedeutung
Das BSI (British Standards Institution) und das SA (Standards Australia) planen, eigene nationale Standards aus der ISO 30401 zu entwickeln. Dies ist ein klares Signal über die europäische und internationale Bedeutung des Themas, die ISO 30401 an nationale und sektorale Kontexte zu adaptieren. Insbesondere kann die DIN SPEC PAS aber als Ausgangspunkt für europäische oder internationale KMU-basierte (also sektorspezifische) WM-Standards mit einer Anschlussfähigkeit an ISO 30401 mit Zertifizierungsfähigkeit dienen. In diesem Markt sollten die deutsche Perspektive (z.B. starke KMU-Prägung) gut vertreten sein.
Bestehen Einreichungsmöglichkeiten bei Europäischen und internationalen Normungsorganisationen (CEN/CENELEC/ISO/IEC)?
Durch die Kombination wichtiger Anforderungen der ISO 30401:2018 (Stand der Technik) mit bewährten WM-Modellen werden voraussichtlich neue Methoden und Techniken entstehen, die insbesondere mit Blick auf den „Markt“ der KMUs einen eigenen Innovationsschritt für die Nutzung der Ressource Wissen ermöglichen. Durch die DIN SPEC PAS wird daher der Stand der Technik selbst weiterentwickelt. Daraus ergibt sich die Möglichkeit, die Guidelines der DIN SPEC PAS in weitere Normungsprozesse auf europäischer oder internationaler Ebene zu überführen, ohne mit dem Scope der ISO 30401 zu kollidieren.
Skizzieren Sie bitte die Markt- und gesellschaftliche Relevanz
Kompetenzen und Ressourcen
Bitte geben Sie an dieser Stelle an, welche Kompetenzen und Ressourcen Sie und Ihre Projektpartner*innen für die Umsetzung Ihrer Idee mitbringen. Beschreiben Sie hier bitte Qualität und Kompetenz, die Sie/Ihre Organisation und Ihre Partnerunternehmen für das Projekt einbringen werden. Die bewerbende Person muss darlegen, dass sie/ihre Organisation und ihre Partnerunternehmen über die notwendige Kompetenz verfügen, die vorgeschlagene Projektidee auch bearbeiten zu können. Ebenso müssen die zeitlichen, technologischen und sonstigen Ressourcen dafür vorhanden sein.
Bitte geben Sie an dieser Stelle an, welchen Bezug die von Ihnen eingereichte Idee zur Standardisierung besitzt. Bitte formulieren Sie den Anwendungsbereich Ihres geplanten Standards. Beispiel: Der geplante Standard definiert Anforderungen an [Merkmale/Eigenschaften/Kriterien] von [Produkten/Dienstleistungen/Verfahren/Systemen] für [Zielgruppen].
Die DIN SPEC PAS liefert Leitlinien ((Guidelines) für die Implementierung, Planung, Steuerung und Weiterentwicklung von systematischen Wissensmanagement-Aktivitäten, die speziell für die Bedarfe, Rahmenbedingungen und Kontexte kleiner und mittlerer Unternehmen ausgelegt sind. Die Guidelines werden unter anderem aus den Anforderungen der ISO 30401:2018 Knowledge Management Systems – Requirements abgeleitet. Daher besteht für KMU perspektivisch die Möglichkeit, die WM-Aktivitäten zu einem ISO-Managementsystem weiterzuentwickeln
HINWEIS: Die nachfolgenden Inhalte sind nur für Sie sichtbar und können von anderen Nutzer*innen nicht eingesehen werden.Optionale AnhängeHier können Sie bei Bedarf Anhänge per Drag&Drop einfügen. Diese sind nur im Modus "Bearbeiten" für Sie und die Community Manager*in sichtbar. HINWEIS: Dokumente, die Sie außerhalb des Bereiches "Optionale Anhänge" anfügen, sind für jede/n Nutzer*in sichtbar.
ProjektplanBeschreiben Sie Ihre Arbeitspakete und visualisieren Sie im Balkendiagramm den zeitlichen Ablauf der Arbeiten in der Projektlaufzeit. Beschreibung des ProjektesBitte beschreiben Sie an dieser Stelle Ihre Projektidee und die zugehörigen Arbeitspakete (AP). AP1: AP2: AP XYZ: AP Standardisierung: Initiieren und Erarbeiten des Standardisierungsdokuments Aufwandsschätzung
FörderbetragBitte geben Sie an, in welcher Höhe der von Ihnen gewünschte Förderbetrag liegen soll.
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