Projekttitel: „Standardisierung der Terminologie für die verschiedenen Möglichkeiten der Wiederverwendung von Verkaufsverpackungen (Primär- und Sekundärverpackungen)"
Standardisierung der Sprachregelungen zur Umsetzung der Benefits durch wiederbenutzbarer, wiederbefüllbarer Primärverpackungen unter Berücksichtigung nationaler, regionaler Regelwerke, sowie des „New Plastic Economy Global Commitment“
| deutscher Projekttitel | Standardisierung der Terminologie für die verschiedenen Möglichketen der Wiederverwendung von Verkaufsverpackungen (Primär- und Sekundärverpackungen) im Flächen- und Onlinehandel. |
| englischer Projekttitel | Standardization of the terminolgy for the varios ways of reusing sales packaging (primary and secondary packaging) in sales area retailing and online retailing. |
Ideengeber*in:
| Name | Rudolf Behrens, Beisitzer des Vorstandes des Zukunftsrates Circular Economy in der Konsumgüterwirtschaft e. V. |
| Organisation | Zukunftsrat Circular Economy in der Konsumgüterwirtschaft e. V. |
| Adresse | c/o Rotonda Business Club | Pantaleonswall 27 | 50676 Köln |
| E-Mail (optional) | info@zukunftsratkreislaufwirtschaft.de |
| Telefon (optional) | 00491718050741 |
| Website (falls vorhanden) | http://celsius1komma5.com |
| Wie sind Sie auf DIN-Connect aufmerksam geworden? | Rudolf Behrens berät das DBU Projekt der "HNEE Effizienten und nachhaltige Warenversorgung in der Konsumgüterwirtschaft." Das Projekt plant eine DINSpec zum Thema "Verpackung im Unverpackt-Handel". |
Potenzielle Projektpartner*innen
Abstract
Das deutsche Verpackungsgesetz und die Wissenschaft haben keine national wie international taugliche Standard -Sprachregelung für "wiederverwendbare" Verpackungen, Ausnahme: Mehrwegverpackungen. In deutschen Sprachraum wird im Gegensatz zum englischen Sprachraum "Reuse" mit Mehrweg übersetzt. Im englischen Sprachraum werden unter "Reuse" sämtliche Varianten wiederverwendbarer, wiederbenutzbarer Verpackungen zusammengefasst verstanden. Durch die nicht vorhandene Standard-Sprachregelung gehen ökonomische und ökologische Potentiale verloren, bzw. werden vom Gesetzgeber nicht vorangebracht oder von der Wirtschaft/Wissenschaft nicht angesprochen oder strukturiert entwickelt.
Innovationsgrad
Die Umwandlung von 20 % der Kunststoffverpackungen in wiederverwendbare Modelle ist eine Geschäftsmöglichkeit im Wert von 10 Mrd. USD, die den Kunden zugute kommt und ein entscheidendes Element im Bemühen um die Vermeidung von Kunststoffabfall und -verschmutzung darstellt, so das NEw Plastic Economy team der EllenMcArthur Foundation. Zitat: https://ellenmacarthurfoundation.org/reuse-rethinking-packaging, Zugriff: 27.09.2022.
Dieser Business Case kann in Deutschland nicht umgesetzt werden. Das Verpackungsgesetz definiert bis auf Mehrwegverpackungen keine weiteren wiederverwendbaren Modelle. Darüber hinaus existiert keine Sprachregelung für den deutschsprachigen Raum. Eine standardisierte Sprachregelung öffnet den Weg zur Erschließung des o. a. Business Case, zum besseren Verständnis in der Wirtschaft und bei Bedarf zu legislativen Klarstellungen oder Definitionen.
Welche Situation liegt aktuell wie vor?
Reuse wird in Deutschland mit dem Nomen "Mehrweg" übersetzt. Gem. VerpackG müssen Mehrwegverpackungen mehrmals zwischen dem Abfüller, dem Vertreiber und dem Endverbraucher weitergereicht werden. Das Verpackungsgesetz definiert keine wiederbefüllbaren und wiederbenutzbaren Verpackungen. Es fehlen Sprachregelungen die weitere wiederbefüllbare oder wiederbenutzbare Verpackungen, bzw. Modelle ansprechen können, ohne aktuell als Mehrwegverpackung im Sinne des Verpackungsgesetzes zu gelten. Das englische Wort "Reuse" umfasst sämtliche wiedernutzbaren -verwendbaren Verpackungen und Modelle auch die, ohne Systemanforderungen.
Beispiele:
- Eine Glasreinigerverpackung aus Kunststoff wird vom den Endkund:innen fünfzigmal wiederbefüllt. Diese nachfüllbare Verpackung definiert das VerpackG als Einwegverpackung.
- Endkund:Innen kaufen wiederbenutzbare Verpackungen und nutzen diese mehrfach im Haushalt für den gleichen oder andere Einsatzzwecke. Auch diese Verpackungen werden wie Einwegverpackungen behandelt.
- Endkund:Innen kaufen sich im Handel z. B. an Abfüllstationen wiederbefüllbare oder benutzbare Verpackungen. Auch diese sind Einwegverpackungen und haben die entsprechenden Auflagen des VerpackG zu erfüllen.
- Endkund:Innen kaufen Mehrweg-Getränkeverpackungen. Diese sind im VerpackG definiert.
Weitere Beispiele und Modelle enthält die o. a. Publikation.
Handlungsbedarf: Schaffung einer Standard-Sprachregelung. Dazu gehört auch die Definition zukünftiger Möglichkeiten als Varianten einschl. Mehrwegmodelle nicht nur im Sinne des VerpackG. In "Ermangelung" einer definierten Sprachregelung als Standard in deutscher Sprache, hier in englisch das Zitat:
Die oben zitierte Publikation des New Plastics Economy Teams bietet einen Rahmen für das Verständnis von Wiederverwendungsmodellen, indem sie sechs Hauptvorteile der Wiederverwendung aufzeigt und 69 Wiederverwendungsbeispiele präsentiert. Basierend auf einer Bewertung von mehr als 100 Initiativen und Interviews mit mehr als 50 Experten soll sie zum Nachdenken anregen und Struktur bieten. Reuse - Rethinking Packaging bietet eine grundlegende Beschreibung der Funktionsweise verschiedener Wiederverwendungsmodelle und typischer Herausforderungen bei der Umsetzung.
Die Publikation "Reuse" könnte die Standardisierung der Sprachregelung und Wiederverwendungsmodelle für den Deutschland, Europa und global unterstützen.
Welche Bedarfe und Lösungen (aktueller Stand der Wissenschaft und Technik) liegen bei welchen Marktteilnehmern*innen vor?
Aktuell wird der Stand der Lösungen/Bedarfe national durch das VerpackG vorgegeben.
Weshalb sind diese vorhandenen Lösungen nicht hinreichend genug?
Die vorhandene Lösung wird "dominiert" durch das VerpackG und kennt nur diese "Modelle" und Definitionen. Wiederbenutzte, wiederverwendete Verpackungen, wie z. B. nachgefüllte "Refilled at home" oder "Refilled on the go" - entsprechend der o. a. Reuse Dokumentation werden als Einwegverpackungen eingestuft und nicht priviligiert behandelt.
Was ist der Fortschritt Ihrer Idee gegenüber dem Stand von Wissenschaft und Technik?
Der Fortschritt ist es, die Lücke des aktuellen Vorgehens ohne Terminologie zu schließen und mit der Terminologie als Standard die Circular Economy im Thema Verkaufsverpackungen (primär und sekundär) voranzubringen und damit gleichzeitig Potentiale zu erschließen. Daher füge ich an dieser Stelle einen möglichen Lösungsansatz als Rohentwurf ein, Auf der Basis dieses Rohentwurfes kann die Erarbeitung der Standardterminologie starten. Im Folgeneden ein Auszug (Legende: Dunkelblau - Priorität 1, Hellblau - Priorität 2, Hellblau gestrichelt - Kann vorkommen):
Welche themenverwandten Standards, technische Regeln, Normenausschüsse, Gremien, Foren und Konsortien sind Ihnen bekannt bzw. existieren bereits?
Hier sind mir keine bekannt.
Beschreibung der Vorarbeiten: Welche Vorarbeiten sind vor einer möglichen Standardisierung Ihrer Idee noch zu leisten und mit welchem zeitlichen Faktor rechnen Sie hierbei?
Es gilt die Vorarbeiten kritisch zu prüfen, zu Überarbeiten, und als Konsens der interessierten (betroffenen) Wirtschaftskreise dem Markt verfügbar zu machen. Dies wird maximal, bis zur Veröffentlichung 9 Monate dauern. (Dies aus meiner Erfahrung von 25 Jahren Standardisierung bei ECR Deutschland bzw. GS1 Germany GmbH, Vormals Centrale für Coorganisation mit dem DIN Ausschuss NDWK im Hause.
Welchen Zusammenhang gibt es zwischen Ihrer Idee und dem von Ihnen ausgewählten DIN-Connect Themenschwerpunkt?
Der Zusammenhang besteht darin, dass eine Sprachregelung für den Schwerpunkt Circular Economy die Kommunikation, Innovation und neue Business Cases erschließen kann.
Nutzen und Ziele
Welches Ziel verfolgen Sie mit Ihrer Idee?
Das Ziel ist ein globales Verständnis zu "Reuse", dessen deutsche Übersetzung "Mehrweg" nur eine Möglichkeit darstellt. Anschließend können die von EllenMcArthur Foundation geschätzten Benefits von der Wirtschaft und Politik diskutiert und umgesetzt werden.
Welchen Nutzen generiert Ihre Innovation für welche Zielgruppen?
Wer profitiert von Ihrer Idee und dem daraus entwickeltem Standard?
Die Endkund:innen, die Konsumgüterwirtschaft, die Politik werden national wie international davon profitieren.
Wie werden die Ergebnisse nach Projektabschluss verwertet?
Skizzieren Sie bitte die europäische/internationale Bedeutung
Skizzieren Sie bitte die Markt- und gesellschaftliche Relevanz












