Kontextsemantische Integrative Plattform-Architektur (KI-Plattform)



deutscher ProjekttitelKontextsemantische Integrative Plattform-Architektur (KI-Plattform)
englischer ProjekttitelContext Semantic AI Platform Architecture



Ideengeber*in:


NameKlaus Däßler
OrganisationGesellschaft für Mathematische Intelligenz
AdresseGoethestraße 34
E-Mail (optional)klaus.daessler@mathint.com
Telefon (optional)

0351 836 5590

Website (falls vorhanden)www.mathint.com


Potenzielle Projektpartner*innen


  • Dr. Sven Hartrumpf, Sempria GmbH, Düsseldorf: Sempria hat die programmtechnischen Grundlagen für die semantische Repräsentation natürlicher Sprache geschaffen
  • Prof. Dr. Gerhard Heyer, Lehrstuhl Automatische Sprachverarbeitung der Universität Leipzig: Ein langjähriger Projektpartner unseres Eurofon-Projektes


Ausgangslage


Wir erleben eine Phase durchgehender Digitalisierung, Automatisierung, aber auch Internationalisierung in der Industrie, der Wirtschaft, dem öffentlichen Bereich etc. Den Menschen, die dort arbeiten, wird nicht nur steigende fachliche Kompetenz abverlangt, sondern die Fähigkeit, sich in neuartigen Kommunikationsformen sowohl mit digitalisierter Technik, d.h. einer Verkomplizierung der Fach- und Bediensprachen, als auch mit fremdsprachlichen Umgebungen  aufgrund  immer stärker werdender Arbeitsmigration zu behaupten. Ein Standardbeispiel hierfür ist der fremdsprachige, z.B. arabische oder rumänische Migrant in der Altenpflege. Er muß blitzschnell die Landessprache erwerben, um der Würde der Pfleglinge zu genügen, die Pflegestandards zu erlernen, mit Kollegen, Ausbildern  und Vorgesetzten zu sprechen,  zusätzlich die teilautomatisierten Geräte, oft mit wiederum fremder,  also dritter Bediensprache zu bedienen - das Ganze mit unzureichenden Voraussetzungen. Ein weiteres Beispiel ist der moderne Industriearbeiter, etwa aus der Türkei, wiederum in multipler fremdsprachlicher Umgebung. Die  Ersetzung von Arbeitskräften, die dieses Pensum nicht synchron schaffen, durch immer intelligentere Maschinen, ist keine Lösung, das Absacken der Menschen in unqualifizierte Berufe erst recht nicht.

Aktuelle Lösungen für dieses Problem existieren nicht. Der Stand der Technik ist es, sich mit fachfremder Kommunikationstechnik zu begnügen, etwa Alexa, Siri, Google, was sowohl dem Datenschutzanliegen, etwa Firmengeheimnissen, persönlichen Status- und Gesundheitsdaten, aber auch der sprachlichen Anforderung im Kontext des jeweiligen Einsatzes  in keiner Weise entspricht.

Normen oder Standards existieren ebenfalls nicht. Jede kontextuelle Teilwelt (Maschinenbau, Kranken/Altenpflege, Robotik, Chemie, Dienstleistung, Bahn, Individualverkehr, Flugwesen) hat eigene, historisch organisierte Vorschriften und Ontologien, die kaum der rasanten Digitalisierung genügen.

Für all diese Gebiete  treffen jedoch die kreuzweisen, oben geschilderten Kommunikationsanforderungen zu. Was liegt näher, als hierfür einen standardisierten Rahmen zu schaffen, mit Schwerpunkt auf dem Dolmetschen (d.h. begrifflich verstehendem Übersetzen) auf adäquaten Präzisionsebenen zwischen den Menschen und den Maschinen.

Die Gesellschaft für Mathematische Intelligenz, GMI, hat zusammen mit ihren Konsortialpartnern ein lauffähiges, vorführbares, digitales, vertrauliches, semantisches Dolmetschersystem geschaffen, das sich ideal zur Kommunikation zwischen Menschen verschiedener Sprache  auch auf der Fach-Ebenen eignet. Zudem findet die interne Repräsentation der Äußerungen durch rein bedeutungsorientierte semantische Netze stattt, die gleichzeitig  Grundlage für den Anschluß beliebiger formaler Bediensprachen etc. bieten. Auf dieser Grundlage wird eine kontextsemantische integrative Architektur sehr schnell Wirklichkeit.

Nutzen


Eine entsprechende Spezifikation (DIN-Spec) würde  auf all diesen verschiedenen Teilwelten die Herstellung produktiver Mensch-Mensch-Maschine-Maschine-Kommunikationsplattformen unterstützen, ja die Verantwortlichen zu solchen Möglichkeiten erst hinführen. Sie könnte als weiche Schnittstelle zu entstehenden Normen der Künstlichen Intelligenz dienen. Sie würde damit die oben beschriebenen Kollateralschäden der Digitalisierung und Automatisierung in der Arbeitswelt signifikant vermeiden helfen, ohne große Kosten zu bereiten.

Worin liegt das Optimierungspotential?

1.Migranten, die in den Arbeitsprozeß integriert werden sollen, können im Idealfall die vierfache Integration parallel, idealerweise mit 1/4 des Lebens- und Zeitaufwandes betreiben. Von vornherein können sie per Fachdolmetscher-System mit der neuen Welt kommunizieren, die neue Sprache selbst erlernen, das Fachgebiet bereits in ihrer Muttersprache erschließen, die Maschinen kompetent bedienen. Das ist ein eminenter Vorzug des semantischen Ansatzes.

2. Die aufnehmende Struktur gewinnt dabei viel schneller ein objektives Fortschrittsbild und die Fähigkeit zum ergänzenden Eingriff.

3. Arbeitskräfte finden Unterstützung bei der semantischen Eroberung der neuen Digitalwelt.

4. Über allem wird das europäische Prinzip von Datenschutz und Geheimhaltung ermöglicht.


Wer profitiert von der Innovation und dem Standard?

1. Institutionen (Firmen, öffentlicher Bereich, Medizin, Verwaltung usw.), die digitalisieren und ihre Mitarbeiter dabei adäquat ausbilden müssen. Sie können ihre jeweilig verschiedenen Strukturen und Ontologien gemäß der Spezifikation in Plattformen einordnen und ausrichten.

2. Institutionen, die Migranten einstellen und integrieren wollen (Der Begriff des Migranten gilt hier natürich auch für das europäische Ausland)

Wie werden die Ergebnisse nach Projektabschluss verwertet

1.Die Din-Spec soll sofort bei einer konkreten innovativen Anwendung, die in unserer Firma zusammen mit weiteren Firmen und Forschungsinstituten geplant ist, zum erstenmal eingesetzt, überprüft und ggf. weiterentwickelt werden.

2.Gleichzeitig stellen wir sie Instituten vor, die auf Konferenzen schon vormals Interesse an solcherart Ansätzen gezeigt hatten, z.B. zur Entwicklung und Automatisierung industrieller Fertigungsstraßen. 

3.Bei Erfolg werden wir sie selbst veröffentlichen. Wir hoffen natürlich auch auf die publizierende Wirkung des DIN.

Skizzieren Sie bitte die europäische/internationale Bedeutung

Diese Lösung unterstützt / ermöglicht vereinfachtes, individuelles Sprachenlernen sowie einen erleichterten Wissens- und Kompetenz-Transfer europäischer/internationaler Arbeitskräfte in der vlgw. hochkomplexen Arbeits- und Technikwelt Deutschlan

Bestehen Einreichungsmöglichkeiten bei Europäischen und internationalen Normungsorganisationen (CEN/CENELEC/ISO/IEC)?

Selbstverständlich. Voraussetzung ist Fertigstellung und praktische Überprüfung im inländischen Einsatz.

Skizzieren Sie bitte die Markt- und gesellschaftliche Relevanz

Die Klagen über die oben skizzierten Probleme (vgl. Ausgangslage) hört man in allen Etagen der deutschen Wirtschaft und des öffentlichen Dienstes. Befolgen dieser Spec in Firmen und Institutionen würde einerseits den multinationalen Einsatz von Arbeitskräften ermöglichen bzw. verbessern, zum anderen die generelle Qualifikation der Arbeitnehmer erhöhen.

Kompetenzen und Ressourcen


Die Gesellschaft für Mathematische Intelligenz ist ein F&E-Unternehmen  (KMU)  für die vertiefte, nämlich begrifflich-semantische Künstliche Intelligenz. Wir entwickelten einen persönlichen, semantischen, vertraulichen elektronischen Sprach-Dolmetscher Eurofon Deutsch/Chinesisch. Dafür hatten wir bereits  mehrere ZIM-Förderungen bekommen, und konnten Erfolge auf den Innovationstagen des BMWi sowie auf verschiedenen Wissenschaftskonferenzen verzeichnen.  Im aktuellen Projekt entwickeln wir eine Lösung für alle Muttersprachen. Für den Bereich Maschinenbau haben wir bereits ein kontextsemantisches Eurofon-Lexikon entwickelt.  Die Partner-Lehrstühle und KMU beitzen diese Kompetenz per se, bzw. durch langjährige Zusammenarbeit. Die zeitlichen Ressourcen bei den hochqualifizierten Mitarbeitern sind vorhanden. Wir können diese DIN-Spec jedoch nicht umsonst herstellen.

Standardisierungsscope



Die fertiggestellte Spezifikation soll Firmen und Institutionen befähigen, Normen zur Digitalisierung und Künstlichen Intelligenz in die Realität umzusetzen, und auch für Human-Institutionen (Pflege, Medizin usw.)  weiche handhabbare Standards zu setzen.  Der geplante Standard definiert Anforderungen, Verfahrensweisen und Vorschläge an Firmen und öffentliche Institutionen, die:

1. Digitalisierung ihrer Verfahren und Organisation durchführen wollen, und die Arbeitnehmer/Angestellten problemlos dabei mitnehmen wollen

2. Ausländische Arbeitnehmer einstellen/qualifizieren wollen, die u.U. dabei gleichzeitig die Sprache, das Fachgebiet, die Handhabung von Geräten und EDV erlernen sollen, und von vornherein qualifiziert und vertraulich mit ihren Vorgesetzten, Kollegen, Patienten und Klienten kommunizieren sollen.

Error rendering macro 'excerpt-include'

User 'null' does not have permission to view the page.