Projekttitel: Testverfahren PKW-Gebrauchtreifen



deutscher Projekttitel

Testverfahren für PKW-Gebrauchtreifen

englischer Projekttitel

Test procedure for used car tires




Ideengeber*in:


NameStefan Schridde
OrganisationMURKS? NEIN DANKE! e.V.
AdresseFalkenberger Str. 172b
E-Mail (optional)vorstand@murks-nein-danke.de
Telefon (optional)

0176-83299180

Website (falls vorhanden)www.murks-nein-danke.de/verein


Potenzielle Projektpartner*innen


  • Dr. Cristoph Vondenhoff, Michelin Reifenwerke AG & Co. KGaA (angefragt)
  • Continental AG (angefragt)
  • Prof, Dr. Valentin Popov, Technische Universität Berlin, (angefragt)
  • Dr. Monica berg, ADAC (angefragt)
  • Holger Brackmann, Stiftung Warentest (angefragt)
  • weitere Partner aus der Reifenbranche


Ausgangslage


PKW-Gebrauchtreifen können laut gesetzlicher Vorgabe bis zu einer Profiltiefe von 1,6 mm genutzt werden. Dann sind sie aus dem Verkehr zu ziehen. Einige Akteure in der Reifenbranche empfehlen einen Austausch bereits bei 3 bis 4 mm Profiltiefe. Dies führt zu einem Laufleistungsverlust durch vorzeitiges Nutzungsende von bis zu 20.000 km. Dies entspricht, bei einer durchschnittlichen Laufleistungszusage von 50.000 km, einer Reduktion um 40 % gegenüber der vom Käufer erwarteten Laufleistung. Eine Datenauswertung auf Grundlage von Destatisquellen zeigt, dass PKW-Reifen bereits alle 3,7 Jahre ausgetauscht werden, obwohl die Lebensdauer von Reifen bei 8-10 Jahren lauf Herstelleraussagen liegen soll. Durch die vorzeitige Obsoleszenz kommt es zu erheblichen Schadfolgen in Bezug auf Ressourcen- und Umweltschutz und Volkswirtschaft.

Eine Studie der Wirtschaftsprüfunggesellschaft Ernst&Young thematisiert dies als „Geplante Obsoleszenz, die vermieden werden kann - ökonomische und ökologische Auswirkungen eines generellen vorzeitigen Ersatzes von PKW-Reifen in der Europäischen Union“. Es fehlt laut Studie ein Testverfahren für PKW-Gebrauchtreifen, mit dem die Einhaltung von für den Nutzer relevanten Performancewerten (z.B. Nasshaftung, Abrollgeräusche, Laufleistung) im Zustand Profiltiefe 1,6 mm geprüft werden kann. Nur so kann man zu belastbaren Aussagen zu Haftung und Sicherheit kommen.

Die Anforderungen an ein solches Testverfahren sollen im Projekt erarbeitet und standardisiert werden. Dabei sollen alle relevante Faktoren und Herausforderungen berücksichtigt werden. Insbesondere ist zu prüfen, inwieweit bestehende Testverfahren für Neureifen adaptiert werden können und welche spezifische Fragen in Bezug auf die Gebrauchteigenschaften berücksichtigt werden müssen. So ist bspw. zu klären, welche Anforderungen an die Verwendung von abgehobelten Reifen für die Verwendung in der Testprozedur gestellt werden müssen oder das Testverfahren auf die Nutzung von im Gebrauch abgenutzten PKW-Reifen zurückgreifen muss. Die Entwicklung eines geeigneten Vergleichskoeffizienten soll ebenfalls geprüft werden.

MURKS? NEIN DANKE! e.V. verfügt über alle relevanten Branchenkontakte, um ein geeignetes Projektteam aufzustellen.

Nutzen


Geplante Obsoleszenz in der Reifenbranche kann beendet werden. Ein normiertes Testverfahren für PKW-Gebrauchtreifen fehlt bisher. Das normierte Testverfahren soll dazu einen wesentlichen Beitrag liefern. Die Entwicklung eines geeigneten Testverfahrens für PKW-Gebrauchtverfahren schafft Sicherheit für den Kunden für seine auf eine umweltorientierte und nachhaltige Nutzungsentscheidung im Produktsegment PKW-Reifen. Hersteller und Produkttester erhalten ein belastbares Verfahren zur Ermittlung von Performancewerten bezogen auf Haftung und Sicherheit.

Worin liegt das Optimierungspotential?

  • Erhöhung von Sicherheit beim Nutzer
  • Erhöhung von Ressourcen- und Umweltschutz
  • Stärkung der europäischen Reifenwirtschaft gegenüber Billigimporten
  • Freisetzung von konsumtiven Kapital durch längere Nutzungdauern

Wer profitiert von der Innovation und dem Standard?

  • Die Gesellschaft profitiert durch Ressourcen-, Umwelt und Verbraucherschutz
  • Die Wirtschaft profitiert durch Reputationsgewinn und freigesetztes konsumtives Kapital.
  • Marktbeobachter und Produkttester profitieren durch standardisiertes Testverfahren.
  • Die Nutzer profitieren durch verlässliche Aussagen zu Performancewerten von PKW-Gebrauchtreifen
  • Die Nutzer profitieren durch längere Nutzbarkeit und Einsparungen.

Wie werden die Ergebnisse nach Projektabschluss verwertet?

  • Anwendung des Testverfahrens in der Reifenbranche

Skizzieren Sie bitte die europäische/internationale Bedeutung

128 Millionen PKW-Reifen und fast sieben Milliarden Euro könnten laut Herstelleraussagen bei späterem Wechsel jährlich europaweit eingespart werden. Außerdem würde der Ersatz bei 3 mm enorme zusätzliche Kosten für die Gesellschaft verursachen und eine Schwächung der Handelsbilanz der Europäischen Union und der Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Reifenindustrie, welche hauptsächlich auf dem Verkauf von Premiumreifen basiert, bedeuten.

Das Testverfahren kann europaweit einheitlich angewandt werden.

Bestehen Einreichungsmöglichkeiten bei Europäischen und internationalen Normungsorganisationen (CEN/CENELEC/ISO/IEC)?

Um das Testverfahren auch europaweit nutzbar zu machen, sollte Einreichungen in Erwägung gezogen werden.

Skizzieren Sie bitte die Markt- und gesellschaftliche Relevanz

siehe oben

Kompetenzen und Ressourcen


MURKS? NEIN DANKE! e.V. setzt auf die Reifenbranche eine besonderen Fokus, um dort am Produkt PKW-Reifen exemplarisch aufzuzeigen, wie gemeinsam mit den Akteuren der Reifenbranche partnerschaftlich Strategien zur Beendigung von geplanter Obsoleszenz auf- und umgesetzt werden können. Es bestehen sowohl im Verein als auch in seinem Netzwerk besondere Kompetenzen und direkte Beziehungen zu den jeweiligen Akteuren, um das Projekt erfolgreich umsetzen zu können.

Standardisierungsscope


Der geplante Standard definiert Anforderungen an Testverfahren für PKW-Gebrauchtreifen zur Ermittlung von Performancewerten in Bezug auf Laufleistung, Nasshaftung und Sicherheit, die von Reifenherstellern und Produkttestern angewendet werden.

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